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Newsletter 08/2018
Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde des House of Energy,

unser Newsletter informiert Sie über die jüngsten Aktivitäten des House of Energy. Wir berichten auch diesmal über Initiativen und Veranstaltungen, wo und wie sich das House of Energy engagiert hat, um die Energiewende in Hessen zu voranzutreiben und den Wissenstransfer zwischen Experten und Multiplikatoren branchenübergreifend zu verstärken. In den letzten Monaten ist viel passiert.

Das House of Energy hat zum ersten Mal eine gemeinsame Veranstaltung mit der LandesEnergieAgentur (LEA) durchgeführt. Das Thema "Stabilität durch Flexibilität - Das Hessische Stromnetz der Zukunft" hat viele Teilnehmer angesprochen. Darüber hinaus hat das HoE als hessischer Regionalkoordinator im Projekt C/sells einen Ministerdialog mit Tarek Al Wazir in Wiesbaden durchgeführt, bei dem Prof. Birkner auf dem Podium mitdiskutierte. Dies waren nur zwei unserer Highlights in diesem Sommer. Wenn Sie mehr erfahren möchten, lesen Sie weiter.

Wir freuen uns, Sie in einer Vorschau auf kommende Veranstaltungen aufmerksam zu machen und haben einige nützliche Hinweise für Sie zusammengestellt. 

Viel Freude beim Lesen.

Mit den besten Grüßen

Unterschrift Peter Birkner
Prof. Dr. Peter Birkner
Geschäftsführer

Inhalt

1.      HoE-Mitglieder
2.      HoE-Veranstaltungen
3.      HoE-Publikationen
4.      Termine

HoE-Mitglieder
House of Energy begrüßt neue Mitglieder FLAVIA IT Management und Ingenieurbüro Pfeffer

Ende April hat das House of Energy mit der Flavia IT-Management GmbH (FLAVIA IT) und der Ingenieurbüro Pfeffer GmbH (IPI) zwei neue Mitglieder aufgenommen, die herzlich im Netzwerk willkommen geheißen werden. Die beiden hochinnovativen Unternehmen stärken das Kompetenzprofil der hessischen Denkfabrik. Zunehmend finden sich damit auch kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) in der Gemeinschaft des House of Energy ein.
Die Flavia IT-Management GmbH ist ein inhabergeführtes Technologieunternehmen, welches bundesweit anspruchsvolle IT-Projekte im Kundenauftrag realisiert. Seit der Gründung im Jahr 2001 fand ein stetiges Wachstum statt, sodass bei der Technologienentwicklung auf ein breit aufgestellte IT Know How zurückgegriffen wird. 50 „Flavianer“ sind Teil des mitarbeiterzentrierten Unternehmens, das in 2017 zu den 500 wachstumsstärksten Unternehmen Deutschlands gehörte. Ein wegweisendes Projekt der Flavia IT im Energiesektor ist das System eMOBILITY CUBE für die Buchungen von eBikes und eAutos über eine App. Damit wird ein einfacher Zugang zu intermodaler Mobilität geboten. Jonas Kilian, Geschäftsführer der FLAVIA IT-Management GmbH freut sich die Kompetenzen seines Unternehmens in das Netzwerk des House of Energy einbringen zu können: „Wir sind in der glücklichen Lage, zunehmend innovative Lösungen für die Energiebranche entwickeln zu dürfen. Diese ergänzen das Kompetenzspektrum des HoE in hervorragender Weise. Diese ergänzen das Kompetenzspektrum des House of Energy in hervorragender Weise.“
Die Ingenieurbüro Pfeffer GmbH plant, projektiert und vertreibt schlüsselfertige Lösungen für alle Arten von Transformatorenstationen. Eingesetzt werden diese bei Energieversorgern, Netzbetreibern und in der industriellen Stromversorgung. Große Bedeutung haben Transformatorstationen im Zusammenhang von intelligenten Netzen und zellulären Energiesystemen. Ein weiterer Schwerpunkt des neuen HoE-Mitglieds ist die Erweiterung, Modernisierung und Sanierung von bestehenden Stationen. Aufgrund der Vielfalt der eingesetzten Komponenten ist dies eine logistische Herausforderung, da Stationen zudem immer nur für kurze Zeit vom Netz genommen werden können. Neben Transformatorstationen, intelligenten Ortsnetzstationen und weiteren Komponenten zählen messtechnische Leistungen zum Tätigkeitsfeld des Unternehmens mit über 20 hochqualifizierten Mitarbeitern. Matthias Pfeffer, Geschäftsführer des Unternehmens: „Das Ingenieurbüro Pfeffer handelt zukunftsorientiert und stellt sich den Herausforderungen des Energieversorgungsnetzes im Wandel. Langjährige Erfahrungen und die Vielzahl der abgewickelten Projekte garantieren den Kunden Planungssicherheit. Wir freuen uns daher über die Möglichkeit im House of Energy mitarbeiten zu können“.

Positive Mitgliederentwicklung stärkt das House of Energy
Der Geschäftsführer des House of Energy Herr Prof. Dr. Peter Birkner zeigt sich über diese Entwicklung sehr erfreut. Auch im dritten Jahr nach Gründung wächst das Netzwerk des House of Energy weiter. Durch die zwei neuen Mitglieder werden die Kernkompetenzen des House of Energy ausgebaut. Geplant sind in naher Zukunft erste Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus den Bereichen E-Mobilität und Smart Grid zu beantragen, die anschließend unter der Koordination des House of Energy realisiert werden.

Mit seinen 24 Mitgliedern bündelt das House of Energy die Kompetenzen der Gestalter der Energiewende unter einem Dach. Es vernetzt hessische Ministerien, engagierte Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten sowie Hochschulen und bringt die Energiewende in Hessen und darüber hinaus effizient und effektiv nach vorne.

Zu den Mitgliedern 

Das Premiummitglied Städtische Werke:

Die Städtische Werke AGaus Kassel versorgt deutschlandweit rund 150.000 Bürger und Unternehmen mit sauberer Energie und Energiedienstleistungen. Das Unternehmen macht sich stark für die Energiewende in der Region und investiert jedes Jahr Millionenbeträge in den Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort. Darüber hinaus betreibt es die Bäder und die Straßenbeleuchtung der Stadt Kassel sowie die Trinkwassergewinnung und-verteilung. Als erstes großes Stadtwerk hat die Städtische Werke AG bereits in 2007 alle Tarifkunden zu 100 Prozent mit sauberem Strom aus regenerativen Quellen und seit 2010 auch mit klimaneutralem Gas versorgt. Die Städtische Werke AG ist ein Tochterunternehmen der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH.
Ein wesentliches Unternehmensziel ist der Ausbau der regenerativen und dezentralen Eigenerzeugung. Schwerpunkte sind Windkraft, Biogas, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft. Weitere Geschäftsbereiche sind der Betrieb der Kasseler Schwimmbäder und Straßenbeleuchtung sowie die Erzeugung von Fernwärme und Strom über die Beteiligung an der Städtische Werke Energie + Wärme GmbH.Die 100-prozentige Tochter Städtische Werke Netz + Service GmbH betreibt die Strom- und Gasnetze in Kassel. Im Auftrag des städtischen Eigenbetriebs KASSELWASSER betreibt sie die Wassergewinnung und -verteilung in Kassel und der Nachbarstadt Vellmar.

Engagement im Bereich Erneuerbare Energien
Durch seine zentrale Lage im deutschen Verbundnetz hat Kassel den Vorteil, an das Höchstspannungsübertragungsnetz  sehr stabil angebunden zu sein: Wind- und Sonnenkraft aus dem Norden und Osten, Photovoltaik und Ausgleichsenergie aus dem Süden und viele eigene Anlagen direkt vor der Haustür sorgen heute für verlässliche Energieversorgung. Durch die 380 kV-Anbindung an das Höchstspannungsnetz ist es möglich, die von der Bundesregierung forcierte Energiewende mit dem selbstgesetzte Ziel zu verbinden, in 20 Jahren den Strom dezentral, in der Region zu produzieren.Dazu werden Erzeugungskapazitäten ausgebaut.

Um das gesetzte Ziel  zu erreichen, bedarf es vieler Fachkompetenzen. Gemeinsam mit anderen Stadtwerken wurde die Stadwerke Union Nordhessen (SUN) gegründet, die das  Fachwissen bündelt.Im Falle der von der Städtische Werke AG geplanten und gebauten Windparks sollen langfristig bis zu 74,9 Prozent der Beteiligung an Bürgerenergiegenossenschaften übergehen.

Neben Wind spielt Solar eine – wenn auch kleinere – Rolle. Die erste eigene PV-Freiflächenanlage befindet sich am Sandershäuser Berg und speist jährlich 0,6 GWh direkt ins Netz. Das Besondere an der Anlage: Durch ihre Ost-West-Ausrichtung produziert sie morgens und abends besonders viel Strom, mittags dagegen weniger. Dadurch speist die Anlage dann ins Netz ein, wenn andere Anlagen, die meist nach Süden ausgerichtet sind, noch nicht bzw. nicht mehr produzieren.

Neben Wind und Solar setzen die Städtischen Werke auch auf Biomasse. So wurde das Heizkraftwerk Mittelfeld 2008 auf Biomasse umgerüstet und wird seitdem mit Altholz betrieben. Mit seiner Jahresproduktion von 45 GWh versorgt es zirka 15.000 Haushalte mit Strom.Weitere Anlagen, die mittels erneuerbaren Energien Strom bzw. Wärme erzeugen sind die Biogasanlagen in Kerstenhausen, Willingshausen, Homberg (Efze), Karben und Leizen. An allen Anlagen halten die regionalen Landwirte zwischen 70,6 bis 50 Prozent der Beteiligungen.

www.sw-kassel.de

HoE-Veranstaltungen

RÜCKBLICK

First Thuesday: Schulung „Militärische IT-Sicherheit für Ihr Unternehmen?“

Anfang Juni reihte sich das House of Energy erstmals in das regelmäßige Veranstaltungsformat des Science Park ein und bot Interessierten einen spannenden Vortrag, der von dem Mitglied QGroup gehalten wurde. Das Thema „Militärische Sicherheit für Ihr Unternehmen“ sprach sowohl Vertreter junger Unternehmen aus dem Science Park als auch externe IT-Fachleute aus etablierten Unternehmen an.Die Einführung übernahm Prof. Birkner. Er stellte das House of Energy, seine Aufgaben und seine Arbeitsweise vor. Weiterhin erläuterte er die Grundlagen aktiver „intelligenter“ Netze und damit verbundene Rolle der Datenerfassung, -übermittlung und -bearbeitung. Energiesysteme von morgen und Digitalisierung konvergieren. Das Internet of Things – IOT – hält Einzug in die Energietechnik. Mit dem "Smart Grid" bekommen Datenschutz, IT- und Datensicherheit eine völlig neue Qualität.
Herr Blumenthal, Geschäftsführer der QGroup bot anschließend einen tiefen Einblick in die IT-Sicherheit. Anhand von demonstrativen Beispielen, die auch für Nicht-ITler verständlich waren, schilderte er, worauf es bei IT-Sicherheit ankommt und welche Konzepte und Strategien anzuwenden sind. Mit Hilfe bekannter SzeneHerr Blumenthal, Geschäftsführer der QGroup bot anschließend einen tiefen Einblick in die IT-Sicherheit. Anhand von demonstrativen Beispielen, die auch für Nicht-ITler verständlich waren, schilderte er, worauf es bei IT-Sicherheit ankommt und welche Konzepte und Strategien anzuwenden sind. Mit Hilfe bekannter Szenen aus den Filmen „Kevin-Allein-zu-Haus“ oder „Titanic“ wurde das Thema Trusted Computing & Multilevel Security den rund 25 Teilnehmern nähergebracht und anschließend vertiefend hinterfragt. Dieser Ansatz ist vielschichtig und kann auf viele Situationen angepasst werden. Multilevel Security heißt so viel wie mehrstufige Sicherheit und kommt bei der Architektur hochsicherer Computersysteme zum Einsatz. Dabei geht es sowohl um die Reduzierung der Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Hackerangriffs, als auch um die Schadenseingrenzung im Eintrittsfall. Hierzu werden strukturierte Sicherheitsmechanismen umgesetzt. Diese basieren auf dem Konzept streng klassifizierter Daten mit entsprechend qualifizierten Zugangsberechtigungen (je nach Level und Datencompartment), konsequenter Datenflusskontrolle, Integritätskontrollen der Datenquellen und unterschiedlichen Betriebsmodi für Regelbetrieb und Systemkonfigurationen. Ein Computeradministrator hat so z.B. die Möglichkeit, Datenbackups durchzuführen, ohne Zugang zu  Daten und Inhalten oder Systemen zu erhalten, die für die Aufgabe nicht erforderlich sind. Zum Beispiel kann er Geschäftsdokumente nicht einsehen oder kopieren und Logos ändern.
Im Grundsatz ist festzuhalten, dass es immer eine Restwahrscheinlichkeit gibt, dass ein Unbefugter in ein System eindringt. Wenn dies also der Fall ist, wird in einem zweiten Schritt, durch passende Segmentierung – Einrichtung von Compartments – den Schadensumfang begrenzt und Applikationen und Daten werden z.B. entsprechend hoheitlichen oder faktischen Aufgaben gesetzeskonform voneinander abgegrenzt ohne die IoT Funktionalität und Sicherheit zu beeinträchtigen. Die IT-Sicherheitsphilosophie muss also mehr auf Daten und Datenströme als auf Betriebssystem und Infrastruktur abzielen. Auch sind die Aspekte einer sicherheitsgetriebenen IT und einer funktionsgetriebenen IT auszutarieren.

Für kleine Unternehmen empfahlen die Experten der QGroup sich mindestens an den IT-Grundschutz-Katalog (gemäß ISO 27001) des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu halten. Auch würde die QGroup Audits durchführen, bei der die Basissicherheit professionell überprüft würden. Beim anschließenden Networking klang der Abend kommunikativ und gemütlich aus.


Stabilität durch Flexibilität: Das Hessische Stromnetz der Zukunft

In einer gemeinsamen Veranstaltung der Landesenergieagentur (LEA) und des House of Energy (HoE) diskutierten am 19. Juni in Kassel Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und den Kommunen Potentiale und Herausforderungen für die Stromnetze, die sich aus der Energiewende ergeben.Über 100 Teilnehmer sind dieser Einladung gefolgt und diskutierten, welche Flexibilitätslösungen und Handlungsoptionen nötig sind, um die Verteilnetze insbesondere auch bei hohen Einspeisungsanteilen aus Wind und Sonne zu stabilisieren.

Am Vormittag wurden zunächst die Ergebnisse der VERTEILNETZSTUDIE HESSEN 2024 – 2034 von Prof. Dr. Martin Braun und Dr. Ilja Krybus präsentiert. Diese Studie wurde vom Wirtschafts- und Energieministerium in Auftrag gegeben, um den aktuellen Zustand der hessischen Verteilnetze zu erfassen und deren Entwicklungspotential im Hinblick auf die Energiewende zu analysieren. Im Anschluss stellte die Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) ihr Projekt eines „virtuellen Kraftwerks“ vor. Zweites Beispiel war das Projekt „C/sells“, bei dem die regionale Flexibilitätslösung der Partizipationszelle Dillenburg erläutert wurde.

In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass die Energiewende mehr Flexibilität in der Preisgestaltung und mehr Anreize erfordert. Auf der anderen Seite erfordert gerade diese Flexibilisierung eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung. Es wurde betont, dass mit der Verteilnetzstudie eine gute Grundlage dafür gelegt wurde, ein auf die Zukunft ausgelegter Ausbau der Netze aktiv zu gestalten.  
Workshops am Nachmittag
Während die Teilnehmer/innen am Vormittag informiert wurden, war das Ziel des Nachmittags, ihre Einschätzungen und Informationsbedarfe zu erfassen. Zu diesem Zweck wurden vier parallel stattfindende Workshops angeboten. Je zwei Referenten aus Praxis und Forschung leiteten die Diskussion mit Impulsvorträgen ein. Mittels Simultanprotokoll wurden die vielfältigen Fragen und Anregungen gesammelt, in einer Tag-Cloud zusammengeführt und am Ende des Nachmittags gemeinsam mit den Referenten und dem Publikum diskutiert. Folgende Themen wurden in den Workshops behandelt:
  • Demand-Side-Management – Potential privater Haushalte heben
  • Sektorenkopplung – Umsetzung kein technisches Problem
  • Netzmanagement – intelligente Ortsnetzstationen als Schlüsselkomponenten
  • Märkte, Geschäftsmodelle und Rechtsrahmen – Reallabore als Experimentierfeld
In allen Workshops wurde das Thema Datensicherheit und Datenschutz diskutiert, welches im Hinblick auf eine Individualisierung von Angebots- und Abnahmestrukturen eine entscheidende Rolle spielen wird.

Zum Abschluss zogen Prof. Dr. Peter Birkner, Leiter des House of Energy, und Dr. Karsten McGovern, Leiter der hessischen Landesenergieagentur, ein Resümee der Tagung. „Die Energiewende erschließt ein gigantisches unerschöpfliches Energiepotenzial und wir können Stabilität erreichen, wenn wir Volatilität durch Flexibilität kompensieren“, betonte Birkner. Insofern sei die Energiewende auch eine Infrastrukturwende, deren Rahmenbedingungen gestaltet werden müssen. Karsten McGovern, wies in seinem Fazit auf große Dynamik der Märkte hin. Vielversprechende Quartierskonzepte für die Sektorenkopplung, Entwicklungen im Bereich von Elektromobilität und Speichern und die optimierte Steuerung von Netzen stimmen optimistisch, so McGovern. Dennoch gelte: „Nur ein Teil der Verbraucherinnen und Verbraucher ist begeistert von intelligenten Steuerungsmöglichkeiten für ihre Haushaltsgeräte, die von außen eingreifen. Der andere Teil sieht diese Entwicklung eher kritisch.“ Für eine breite Akzeptanz werde deshalb ein klarer regulativer Rahmen ebenso wichtig wie finanzielle Anreize, bei denen der Verbraucher auch wirklich profitiert, schloss McGovern.

Download der Vorträge und Impressionen
Download Verteilnetzstudie Hessen


1. C/sells Ministerdialog Hessen

Rund 100 Teilnehmer trafen sich am 07. August in Wiesbaden um mit dem Hessischen Energieminister Al Wazir über das Projekt C/sells zu diskutieren. Zum anderen gilt es, die Erzeugung und Einspeisung des Regenerativstroms stärker als bisher mit der tatsächlichen, über den Tagesverlauf stark schwankenden Nachfrage durch die Stromkonsumenten zu harmonisieren. Dies erfordert eine präzise austarierte Steuerung von Märkten und Netzen und insbesondere die Verarbeitung einer großen Menge an energiewirtschaftlichen Daten unter konsequenter Nutzung der Möglichkeiten von Digitaltechnologie.

Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen des Projektes „C/sells - Großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschland“ in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern und Hessen Konzepte für eine dezentrale Energiewende entwickelt und in Modellregionen zur Anwendung gebracht. Das Projekt wird durch Fördermittel des SINTEG-Programms der Bundesregierung in Höhe von ca. 45 Mio. € und Eigenmittel der Projektbeteiligten finanziell getragen.

„Die Energiewende ist ohne die digitale, intelligente Vernetzung des Energiesystems nicht denkbar. In einer einzigartigen Zusammenarbeit entwerfen die zahlreichen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ein tragfähiges Markt-Netz-Design für die Zukunft. Wir freuen uns als Land Hessen, an diesem richtungsweisenden Projekt mitzuwirken“, erklärte der hessische Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir beim C/sells-Ministerdialog in Wiesbaden.

„C/sells steht für einen zellulären, partizipativen und vielfältigen Lösungsansatz: Autonom und gleichzeitig im Verbund agierende Zellen werden die Umsetzung der Energiewende ermöglichen. Für Nachhaltigkeit und Effizienz setzen wir vor allem auf digitale Prozesse und Dienstleistungen sowie die Einbindung einer Vielzahl von Akteuren“, erläuterte der Verbundkoordinator Sebastian Breker.

Prof. Dr. Peter Birkner, Geschäftsführer des House of Energy und C/sells Regionalkoordinator für Hessen ergänzte: „Zellulär strukturierte Energiesysteme sind ein Kernelement der dezentralen Energiewende. Es ist wichtig, dass wir diese Strukturen in Form von Reallaboren technisch erproben und funktional optimieren. Da der Ansatz neu und durchaus komplex ist, muss er für die Bürgerinnen und Bürger sowie die kommunalen Akteure im Rahmen von Beteiligungsprozessen erfahrbar sein. Daraus resultiert die notwendige Akzeptanz ohne die eine Etablierung zellulärer Energiesysteme nicht möglich sein wird. Das Projekt C/sells leistet hierzu sehr wertvolle Beiträge.“

Anfang 2017 startete das Projekt und läuft noch bis Ende 2020. Das Projektteam aus über 300 Projektmitarbeitern hat bereits über 200 Veranstaltungen durchgeführt; hierzu zählt auch die Reihe der Ministerdialoge.

Dr. Albrecht Reuter, Gesamtprojektleiter von C/sells erklärte: „Wichtig für ein hochinnovatives Projekt wie C/sells sind Experimentierräume. So können wir das Markt-Netz-Design der Zukunft, unter realen Umgebungen testen und massenfähige Energiewendelösungen ins Land bringen.“

Impressionen und Programm
C/sells-Positionspapier
C/sells-Community_Das Magazin
Weitere Informationen: www.csells.net 

Startup-Forum soll für Innovationen sorgen:
Erfolgreiches Kick Off-Treffen in Frankfurt


Sehr gut besucht fand am 9. August 2018 das Auftakttreffen des neuen Forums Kleine Unternehmen & Startups im Frankfurter Gästehaus des Bankhauses Metzler statt. Das House of Energy bietet damit kleinen, innovativen Unternehmen und Start-ups mit Energiebezug einen Raum innerhalb seines Netzwerkes. Denn kleine Unternehmen bringen durch die Kombination von Kreativität und Wendigkeit ein hohes Maß an Innovationskraft mit. Getreu dem Motto: „Impulse für Hessen & Impulse aus Hessen“ sollen auf diese Weise Innovationen für die Energiewende unterstützt werden.

Entwicklung neuer Geschäftsfelder mit Startups
Themen des ersten Teils waren das sich wandelnde Marktumfeld im Energiesektor, geeignete Herangehensweisen zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder mit Startups sowie die Forschungsförderung für kleine Unternehmen. Jeweils im Anschluss an die Berichte der Referenten wurde diskutiert, welche Relevanz für die Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und Startups bzw. kleinen innovativen Unternehmen besteht.

Interaktiver runder Tisch
Beim Runden Tisch gab es einen regen Austausch darüber, wie das House of Energy die Zusammenarbeit zwischen seinen Mitgliedern und kleinen innovativen Unternehmen in dem neuen Forum unterstützen kann und welche Forschungsfragen im Verbund zwischen etablierten und kleinen Unternehmen anstehen. Von alle Teilnehmenden wurden Ideen und Anregungen aufgenommen, vielfältig inspirierende Impulse gegeben und gemeinsam diskutiert.Das angenehme Ambiente und das köstliche Flying Buffet im Gästehaus beförderten das Netzwerken.

Forum Kleine Unternehmen & Startups gewünscht
Wie die große Resonanz und das umfassende Feedback deutlich gemacht haben, besteht klar Bedarf an dem neuen Forum Kleine Unternehmen & Startups. Gleichzeitig bietet das Forum eine gute Möglichkeit, Startups in das Netzwerk des House of Energy mit einzubinden. Die Geschäftsstelle wird das Format bedarfsorientiert weiterentwickeln. Aktuell haben sich rund 50 kleine Unternehmen registriert und damit formell ihren Wunsch an einer Mitwirkung im Forum geäußert.Ein Dank geht an alle Beteiligten für die aktive Mitwirkung. Weitere Anregungen und Feedback sind gerne gesehen.

Ansprechpartner ist Herr Dirk Filzek, Bereich Wissenstransfer,
Tel.: 0561 / 95379 -796, d.filzek@house-of-energy.org

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung
Weitere Informationen zum HoE-Forum Kleine Unternehmen & Start-ups  

VORSCHAU

24. Oktober 2018, Frankfurt am Main

Houses of Dialog: Die Energiewelt wird digital

Wie fordert die Digitalisierung die Energiewelt heraus und welche Lösungsansätze gibt es? Wie lassen sich neue IT-Anwendungen intelligent für zukunftsfähige Geschäftsmodelle einsetzen? Wie kann höchste IT-Sicherheit auf pragmatischem Weg gewährleistet werden?

Diese Fragen diskutieren House of IT und House of Energy gemeinsam in einem exklusiven Kreis aus 30 geladenen Experten und wichtigen Stakeholdern aus der Energie- und IT-Branche. Im Vordergrund steht eine ganzheitliche Fachdiskussion, bei der die Perspektiven verschiedener Branchen sowie der Wissenschaft zusammengeführt werden. Anhand aktueller Beispiele aus Praxis und Entwicklung werden relevante Fragestellungen aufgeworfen und mit allen Teilnehmenden diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung gilt dem informellen Netzwerken.

Download Programmflyer   




Interaktiver runder Tisch
Die Energiewende und der globale Klimaschutz sind zwei der größten Herausforderungen der Gegenwart. Für ihren Erfolg setzen sich bereits zahlreiche engagierte Umsetzer ein. Das „Zukunftsforum Energiewende – Den Wandel aktiv gestalten“ stellt den Raum zur Verfügung, diese Bewegung weiter voranzutreiben und die relevanten Akteure für die Bereiche Erneuerbare Energie, Energieeffizienz, Elektromobilität sowie Bürgerbeteiligung zusammenzuführen.Das Zukunftsforum bietet Vertretern aus Kommunen, Unternehmen und Gesellschaft die zentrale Plattform für Erfahrungsaustausch, Information und Vernetzung. Das House of Energy bietet im Rahmen der Veranstaltung drei Foren an.

SAVE THE DATES

13./14.3.2019, Portalhaus der Messe Frankfurt
House of Energy-Kongress 2019

Die Veranstaltung ist kostenfrei!
 
Ansprechpartnerin Jennifer Schaub, Tel.: 0561-95379-786, E-Mail: j.schaub@house-of-energy.org


Neue Publikationen

House of Energy Schriftenreihe – Band 5

DIGITALE ENERGIEWENDE – 
Optionen, Chancen und Erfolge


House of Energy Kongress 2018 | 21./22. März 2018
 
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C/sells-Community _ das Magazin 

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C/sells: Netze und Märkte verbünden!

 
Positionspapier der C/sells Partner anlässlich 
des Ministerdialogs am 7. August 2018 

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Mathias Samson
Dr. Marie-Luise Wolff
Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep

Geschäftsführer:
Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner

Redaktion // Anmerkungen & Rückfragen:
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Tel.: +49 561 953 79 - 794
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